C
Carolin Müller
Mein Name ist Carolin Müller. Jahrgang
1978. Ich wohne am Rande
des Sauerlandes, mit fast freiem Blick
Richtung Ruhrgebiet. Als Laborantin
untersuche ich die Verarbeitungseigenschaften
vonCarbonfasern.
Wie der Titel bereits verrät, sehe ich
mich als naturverbundenen Menschen.
Ein reines Stadtleben kann ich mir
nicht vorstellen. Dort würden mir die kleinen
und großen Wunder der Natur fehlen.
Das „Schaffen“ lag mir schon immer
im Blut.
Nach kindlichen Werkeleien, dem Zeichnen
von Pferden, Töpfern, Aquarellmalen,
Nähen und unzähligen Experimenten,
landete ich für viele Jahre beim
Flechten und Hitchen von Pferdehaar. In
den Modellbau bin ich eher zufällig durch
meinen Mann gerutscht, er baut Automodelle.
Vor 8 Jahren habe ich dann meinen
ersten kleinen Hund unter der Anleitung
von Karsten Pöpping bemalt.
Chloé Fanny Plattner
Modellbauen ist für mich die Verwirklichung
von Träumen: einen flüchtigen
Gedanken erhaschen und festhalten.
Schon in der Schule wurden mir im Träumen
große Fähigkeiten attestiert:
„Die Schülerin verfügt über ein durchaus
beachtliches Allgemeinwissen. Leider
lässt sie ihre geringe Aufmerksamkeitsspanne
immer wieder in Tagträume abgleiten“
Daran hat sich bis heute nichts geändert,
noch immer hänge ich gerne
meinen Gedanken nach, vorzugsweise
am Meeresstrand oder auf einer Wiese
am Waldrand. In diesen Momenten bin
ich ganz eins mit mir, ja oft sogar glücklich
und es wachsen die Ideen für all
mein Tun. Krause Projekte wuchern da
völlig haltlos vor meinem geistigen Auge.
Vieles wird verworfen oder entschwindet
wieder im Orkus der Gedankenwelt. Hin
und wieder jedoch, finden diese Traumgebilde
den Weg in die Realität und manifestieren
sich in Texten, Bildern oder gar
in meinen Modellen.
K
Katharina Maurer
Aufgewachsen bin ich im Kanton Baselland
und habe meine 3 Jährige
Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin bei
und in der Stadt Basel gemacht. Danach
wechselte ich in den Kanton Aargau in einen
gemischten Gärtnerei-Betrieb. Mein
Arbeitgeber hat mich in der Obstbaumschule,
Gartenbau eingesetzt so wie saisonal
auch im Pflanzenverkauf. Meine
Kollegen sagten immer, wenn not am
Mann ist kommt bei uns eine Frau.
Meinem ersten Mann folgend übersiedelte
ich an das andere Ende des
Kantons. Dort arbeitete ich in einem Betrieb
zur Druckstufen Weiterverarbeitung
und Kartonagen. Auch hier wurde ich an
vielen Stellen eingesetzt und konnte viel
lernen.
Es war im Frühling 2016. Frisch verliebt
reisten Roland und ich gemeinsam
nach Heiden – ohne zu ahnen, dass dieser
Ausflug mein Hobbyleben für immer
verändern würde. Kaum hatte ich die
Halle betreten, erwischte mich das Virus
Plasticus mit voller Wucht.
Katrin Hardt
Ich wurde in Iserlohn (Deutschland) als
viertes von fünf Geschwistern geboren
und lebt heute verheiratet in Dortmund.
In Dortmund begann mein Beruflicher
Werdegang mit einer Ausbildung zur Kinderkrankenschwester
Vier Jahre arbeitete
ich in der Kinderonkologie – eine
prägende und anstrengende Zeit, die
viel Sensibilität, Aufmerksamkeit und ein
besonderes Maß an Empathie verlangte.
Über den zweiten Bildungsweg erlangte
ich anschließend mein Abitur. Ein Intermezzo
von zwei Jahre im Service eines
Szene-Cafés sowie im Messebau folgte,
bevor ich den Entschluss fasste zur Aufnahmeprüfung
an der Fachhochschule
für Gestaltung anzutreten und bestand.
Ein Studium der Kunstgeschichte und
Theaterwissenschaften folgte. Gleichzeitig
dazu arbeitete ich weiterhin in Teilzeit
als Kinderkrankenschwester in der Geburtshilfe
– eine erfüllende Tätigkeit, die
ich bis 2023 ausübte.
M
Margot Crombeecke
Hello, my name is Margot Crombeecke.
Together with my husband Robert,
we have been organising the Scale Model
Challenge for 19 years. It has actually
become a big part of our lives, our little
baby I can’t imagine what our lives would
be like without the show. To promote it, I
travel a lot and have been lucky enough
to see much of the world, including places
outside Europe. Whenever possible,
we travel together, but Robert also has a
proper job.
I’ve been creative in many different areas
all my life, but for the last 20-odd years
it’s mainly been painting and mixed media.
I particularly love textures. I started
painting figures over 10 years ago and really
enjoyed it, trying out lots of different
styles – fantasy and historical, as well as a
number of small storytelling pieces.
After much deliberation, I recently decided
to return to my mixed media
work. I felt I’d lost some of the passion
I used to have, perhaps influenced too
much by competitions – who knows.
Mariana Kern
Manchmal beginnt eine Leidenschaft
an einem ganz unscheinbaren Ort.
Bei mir war es eine einfache Flasche
Weichspüler aus der Waschküche.
Seit 2009 mit meiner Frau verheiratet
lebe ich in Nördlingen, arbeite als Projektmanagerin
in einem führenden Maschinenbauunternehmen
der Logistikbranche
und führe ein erfülltes Leben
zwischen Beruf, Familie und Sport. Mein
erwachsener Sohn hat mich inzwischen
auch zur stolzen Omi gemacht Der Alltag
ist gut gefüllt – vielleicht gerade deshalb
brauche ich einen Ort, an dem die
Zeit ein wenig inne hält und scheinbar
langsamer vergeht. Dieser magische Ort
ist mein Arbeitstisch.
Seit 2018 erschaffe ich Dioramen in
unterschiedlichen Maßstäben. Kleine
Welten, verborgen in alten Radios, Büchern,
Kaffeeautomaten, Mikrowellen
oder Toastern. Ausgediente Geräte, auf
Flohmärkten erworben, wird ein zweites
Leben geschenkt. Durch diese Manipulation
beginnt ihr Inneres Geschichten zu
erzählen: ein Diner in einem Radio, eine
Bibliothek in alten Büchern oder eine industrielle
Anlage in ausrangierten Haushaltsgeräten.
N
Nadine Böye
Bei uns im Norden sagt man Moin –
auch zu den Fischen, die bei starkem
Regen an uns vorbei schwimmen. Bei
einer leichten Brise grüßt auch mal ein
Schaf, das ohne Locken vorüberfliegt.
Und wenn dir die Möwen dabei auch
noch dein Fischbrötchen räubern und
dich dafür auslachen, weißt du, wo du zuhause
bist.
Nun zu mir: Mein Name ist Nadine
Böye, geboren am 21.06.1976 in Bremerhaven.
Ich bin gelernte Bäckerin und
habe viele Jahre in der Produktion in der
verarbeitenden Industrie gearbeitet. Seit
2016 bin ich als Kommissioniererin in
einer Firma für Feuerwerk tätig.
Sportliche Interessen liegen bei mir im
Karate, Tischtennis, Basketball und
Volleyball. Nur leider heutzutage eher am
Bildschirm als auf dem Sportplatz. Interessen,
die ich noch aktiv betreibe, sind:
lesen, Spiele am PC und Konsole, und natürlich
Modellbau.
Nienke Snellink
Die meisten Menschen sehen in einer
Schachtel voller Plastikteile nur ein
Spielzeug. Doch wenn ich heute in meinem
Hobbyzimmer sitze, umgeben von
dem vertrauten Geruch von Polystyrol
und Farben, sehe ich darin fast mein ganzes
Leben. Ich bin Nienke, 33 Jahre alt,
und meine Geschichte ist der Beweis dafür,
dass Langeweile manchmal der beste
Kompass ist, den man haben kann.
Es begann vor etwa acht Jahren an
einem dieser drückend heißen Sommertage
in den Niederlanden. Die Luft
stand still, und ich wusste nichts mit mir
anzufangen. Schon immer von einem
kreativen Geist beseelt, habe vieles ausprobiert,
aber nie hielt diese anfängliche
Begeisterung lange an. Die pure Langeweile
trieb mich an jenem Tag in einen
Spielzeugladen. Etwas zum Basteln suchend
blieb mein Blick an einem kleinen
Karton hängen. Es war der Bausatz einer
Fokker Dr.I, einem winzigen Dreidecker
aus dem I. Weltkrieg, der alles verändern
sollte.
T
Tanja Pollak
Mein Name ist Tanja Pollak, ich bin 42
Jahre alt und seit 21 Jahren verheiratet.
Zu meiner Familie gehören neben
meinem Mann noch drei Kinder im Alter
von 21 und 14 Jahren. Ich beendete nach
der 9. Klasse die Schule und besuchte
noch 2 Jahre eine berufsbildenden Schule
für Sozialassistenz. Nachdem auch
diese Jahre absolviert waren, ging es auf
Ausbildungssuche. Mein ursprünglicher
Wunsch, Erzieherin zu werden, habe ich
recht schnell zerschlagen. Stattdessen
bot sich die Möglichkeit, eine ganz andere
Richtung einzuschlagen. Ich begann
eine Ausbildung zur Fachverkäuferin
im Nahrungsmittelhandwerk mit dem
Schwerpunkt Fleischerei. Nach Beendigung
meiner Ausbildung habe ich kurze
Zeit in dem Beruf gearbeitet, dann kam
mein erstes Kind. Das bedeutete gleichfalls
eine längere Auszeit. Kurzzeitig erhielt
ich dann aber doch die Chance,
wieder in meinen Beruf einzusteigen,
was jedoch nur von kurzer Dauer war.
Nach der Geburt meiner Zwillinge war
klar, dass ich gerne irgendwann wieder
arbeiten würde, doch mit drei Kindern ist
das gar nicht so einfach. Doch wie es der
Zufall so will, bot sich mir die Möglichkeit,
etwas komplett anderes zu machen: Ich
wurde Küsterin.
